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Göttinger Friedenspreis 2001
Preisträgerin: Frau Dr. Elisabeth Niemann, Oldenburg
Begründung der Jury
“In Würdigung ihres herausragenden praktischen Einsatzes für den Frieden wird
Frau Dr. med. Elisabeth Niemann
aus Oldenburg, tätig für die Hilfsorganisationen Ärzte für die Dritte Welt und Cap Anamur mit dem "Göttinger Friedenspreis" des Jahres 2001 ausgezeichnet.“
Als praktizierende Ärztin hat Frau Dr. Elisabeth Niemann seit vielenJ ahren neben ihrer Berufstätigkeit im Rahmen der Hilfsorganisationen "Ärzte für die Dritte Welt" und "Cap Anamur" Hilfsdienste an verschiedenen Brennpunkten sozialer Not geleistet. Diese schlossen neben der ärztlichen Tätigkeit auch organisatorische Aufgaben ein, die unter schwierigsten Bedingungen zu leisten waren.
Frau Niemann hat diese Leistungen in persönlicher Bescheidenheit, aber mit energischer Durchsetzungskraft erbracht. Sie war in Somalia, Manila und Mindanao, aber auch in Südosteuropa in Mazedonien und im Kosovo tätig, dem Gebiet, in dem der Stifter des Preises am Ende des Ost-West-Konfliktes die neu entstehenden Probleme und Bedrohungen für den Frieden frühzeitig erkannte.
Die Arbeit von Frau Dr. Niemann in ihrem jeweiligen Umfeld konnte nur erfolgreich sein, weil sie äußerst sensibel die jeweils spezifischen sozialen und politischen Probleme des Landes wahrnahm und ihr Handeln darauf einstellte.
Die Leistungen von Frau Dr. Niemann haben Resonanz gefunden im Kreis ihrer Berufskollegen wie auch in den deutschen Medien. Sie hat im besten Sinne des Wortes nicht nur in Deutschland die Strukturen der Zivilgesellschaft weiter ausgebaut, sondern auch in den Ländern, in denen sie tätig war, versucht, entsprechende Strukturen zu schaffen und damit die Voraussetzungen für Frieden zu stärken.
Ohne den Rückhalt besonders in der Hilfsorganisation "Cap Anamur" wäre diese Leistung nicht möglich gewesen, aber die Organisation könnte ohne die persönliche und selbstlose Einsatzbereitschaft von Menschen wie der Preisträgerin ihre Aufgaben nicht erfüllen.” |